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Die Diskussion geht weiter: Die Vierlingsmutter

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Eine 65-Jährige Lehrerin, die bereits 13 Kinder zur Welt gebracht hat und kürzlich vier Frühchen gebar, bringt uns immer wieder ins Grübeln…

Schwanger geworden ist die Dame mit medizinischer Hilfe und sie behauptet, die Mutterschaft, ihre Entscheidung, also alles ginge nur sie selbst etwas an. Hat sie Recht oder darf man sich wundern und bewerten?

Ein Schweigen in der Mediengesellschaft ist kaum denkbar. So wird der Fall immer wieder aufgewirbelt, und der ein oder andere fragt sich doch, ob man daraus etwas lernen kann. Es werden Fragen zu Ethik und Medizin gestellt… Alles scheint irre und unrealistisch. Die vier Babys hat die Mutter zumindest einem immensen Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Das war doch eigentlich von vornherein von der pensionierten Dame und den Ärzten zu erwarten oder?

Geht es uns alle doch etwas an, da diese Frau schon 13 Kinder hatte, die Schwangerschaft künstlich erzeugt wurde, und es dann auch gleich vier Embryonen sind? Es fällt leicht zu sagen, diese Frau handele egoistisch. Und man muss auch die Behandlungskosten der Kinder von der Versichertengemeinschaft ihrer Krankenversicherung bedenken.

Unabhängig von den vielen Fragen ist jedoch eines ganz klar: die Möglichkeit der heutigen modernen Medizin muss sich mit moralischen und ethischen Aspekten auseinander setzen. Die Grenzen scheinen fließend, denn was ist mit den 45-Jährigen, die auf natürlichem Weg schwanger werden? Handeln sie unverantwortlich wegen der Wahrscheinlichkeit einer Behinderung des Babys? Gibt es eine fest definierte Altersgrenze für eine Schwangerschaft? Eine 65-Jährige Mutter… viele sagen: „Viel zu alt. Eine Grenze wurde überschritten.“

Aber: eine Grenze zu bestimmen ist schlicht und einfach unmöglich. Denn was ist mit den 55-Jährigen? Wo endet das Richtige und wo fängt das Falsche an? Egal, ob es um künstliche Befruchtung, Sterbehilfe oder die Diagnostik vor der Geburt geht-  es ist immer schwer. Je länger man darüber nachdenkt, umso größer wird die Ungewissheit. Erst wenn ihre vier Kinder wohl voller Überzeugung sagen würden: „Wir wären lieber nie geboren worden“, wäre das falsche Handeln bestätigt.

Bis dahin bleiben wir Beobachter des Geschehens und können nur unsere eigenen Entscheidungen treffen, die uns richtig vorkommen.


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