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Familie und Leben

Die Familie im Laufe der Geschichte – Teil 1

Da sich bei uns alles um das Leben in der Familie dreht, dachten wir, es wäre mal spannend, die historische Entwicklung dieses Konzeptes etwas näher zu betrachten. Denn die Familie mit Mama, Papa und Kindern besteht noch gar nicht so lange, wie man glaubt. Doch wie sah sie vorher aus?

 

Familie bei den Germanen

Damals, zu Zeiten der Germanen bestand der soziale Bund innerhalb der Sippe. Diese bestand aus verwandten Personen und ihrem Oberhaupt. Um wirtschaftliche und territoriale Vorteile zu erlangen wurde in andere Sippen eingeheiratet. So wurden Bündnisse untereinander geschlossen, um die individuelle Macht der Familien auszubauen und das Eigentum zu vermehren. Dabei waren die beiden Sippen gesellschaftlich und wirtschaftlich ungefähr gleichgestellt.

 

Das Christentum hält Einzug

Durch die Verbreitung des Christentums wurde dieses Konzept nach und nach aufgelöst, denn es kamen neue Werte und ethische Vorstellung in die Gesellschaft. Nun wurden in der Ehe Monogamie und Treue gefordert und der Kauf einer Frau galt als nicht sittlich. Stattdessen sollten die Verheirateten den gleich Glauben teilen, die Frau durfte nur jungfräulich eine Ehe eingehen und Inzest wurde verboten, denn die Macht der großen Familien-Sippen sollte gebrochen werden. Auch die rechtliche Gleichstellung ehelicher und nichtehelicher Kinder und Lebensgefährten wurde durch das sich ausbreitende Christentum aufgehoben.

 

Es bildet sich die Haushaltsfamilie

Durch die Einwirkungen des christlichen Glaubens und die zunehmende Arbeitsteilung zwischen Handel und Handwerk in den Städten, entstand ein neuer Familientyp, die „Haushaltsfamilie“. Diese führte meist einen Betrieb, Handel oder Hof und bildete so eine Wirtschaftseinheit.

In diesem Haushalt hatte der Vater das Sagen und hatte gesetzgebende Kraft über Familie und Angestellte. Die Repräsentation und Zuständigkeit innerhalb des Hauses teilte sich zum einen in den Haushaltsvorstand auf, der die Familie nach außen hin vertrat und öffentliche Ämter wahrnahm und zum anderen die Zuständigkeit nach innen durch die Mutter, die für Haushalt, Erziehung und Mitarbeit im Familienbetrieb verantwortlich war.

Ehen wurden nur noch innerhalb des selben Gesellschaftsstandes geschlossen und nur selten aufgrund von Zuneigung oder sogar Liebe und dies nur, wenn sie zum Bestand der Hausgemeinschaft beitrugen.

In dieser Gesellschaft nahmen Häuser und ihre Familien eine besondere Rechtsstellung ein, welche das Oberhaupt des Hauses ausübte. Eine Hauseinheit repräsentierte sich nach außen nun nicht mehr mit einem Familiennamen, sondern mit einem Hausnamen. Diese Form der Haushaltsfamilie prägte alle folgenden Familienbilder und ist besonders zu Zeiten der Bürger- und Arbeiterfamilien teilweise wiederzufinden.

  Wie es mit der Familie weiter ging, erfahrt ihr morgen.


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