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Die erste Liebe – Wie sollten sich Eltern verhalten?

Irgendwas ist anders. Viele SMS, noch mehr telefonieren, stundenlang am PC chatten und sich im Zimmer einschließen. Jetzt wird das Bad noch länger benötigt als vorher und die richtigen Klamotten sind Kriegsentscheidend. Wahrscheinlich hat sich dann ein der und die eine in das Herz des Sprösslings geschlichen und die erste Liebe steht vor der Tür.

Dabei ist man zumindest in der Theorie total informiert und auch das Thema Sexualität birgt keine Fragezeichen mehr. Aber gerade das kann durchaus problematisch sein. Wenn alles so einfach, entspannt, cool, selbstverständlich und hipp erscheint, sind lange Gespräche über die Gefühle wie Liebe, Vertrauen und Zuneigung eher selten. Und so finden sich viele Jugendliche in einer sehr unsicheren Phase wieder. Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen und das Gefühl, für den Anderen einfach mehr zu empfinden als nur Freundschaft.

Und die Eltern?

Immer für Gespräche bereit stehen – ich abwiegeln, nicht mit den Augen rollen, ernst nehmen. Auch wenn es am Anfang nicht so scheint, als ob es dringend Gesprächsbedarf gäbe, im Laufe der Zeit sind die meisten Kids doch froh, wenn sie jemandem haben, der ihre Unsicherheit auffängt und dem sie sich anvertrauen können. Aber bitte nicht nerven und drängeln – Reden ist ein freiwilliger Akt. Ein ganz behutsames Vorgehen kommt viel besser an als erzwungene Nähe und bietet die Möglichkeit, ein vertrauensvolles Gespräch zu suchen. Die erste Liebe ist immer auch ein großer Schritt in Richtung Selbständigkeit und Abnabelung aus der eigenen Familie. Deshalb müssen Eltern hier vor allem eins üben: Akzeptanz. Ihr „Kind“ hat nun eine eigene kleine Welt für sich. Klar, dass der erste Freund/die erste Freundin deshalb meist etwas ganz Besonderes ist.

Erfahrungsgemäß ist es besser, wenn sich das Paar zu Hause treffen darf und nicht auf Park, Bushaltestelle oder das Zuhause eines Freundes angewiesen ist. Erstens: ist das nicht schön. Zweitens: hilft es einer vertrauensvollen Eltern-Kind-Beziehung nicht und Drittens: machen die Teens auch nichts Verbotenes. Also lieber dem Freund / der Freundin offen gegenüber treten und nicht mit Verboten oder der imaginären Axt in der Hand schwingen. Eltern sollten ihren verliebten Kindern Zeit geben – auch wenn es vielleicht schmerzt.

Das heißt nun aber auch nicht, gemeinsame Übernachtungen in der ersten Phase der Verliebtheit zuzulassen. Denn: bevor es soweit ist, steht noch ein Verhütungsgespräch an.


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