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Familie und Leben

Der erste Liebeskummer – 9 Tipps für Eltern

Das erste Mal Händchen halten, der erste Kuss, es wird nur noch von ihm oder ihr geschwärmt. Die erste Verliebtheit ist etwas Schönes, doch so schnell wie sie gekommen ist, so schnell kann sie auch wieder vorbei sein. Geht die Beziehung in die Brüche folgt eine plötzliche innere Leere und ein Gefühl des Zerbrechens – der erste Liebeskummer.
 
Euer Kind befindet sich jetzt auf einer gefühlsmäßigen Achterbahn: die Tür bleibt abgeschlossen, die Musik läuft auf höchster Lautstärke und das Essen wird verweigert – oder aber die Schokovorräte geplündert. Als Eltern fühlt man sich in dieser Zeit durchaus einmal ratlos und fragt sich, ob und wie man seinem an gebrochenem Herzen leidenden Kind helfen kann. Hier ein paar Tipps für euch:
 

9 Liebeskummer-Tipps für Eltern

 

  • Denkt zurück:
    Wie hat es sich bei euch angefühlt, als euch zum ersten Mal das Herz gebrochen wurde? Was hat euch damals geholfen?

  • Drängt euch nicht auf:
    Gleichaltrige sind bei solchen Themen oft die bevorzugten Gesprächspartner. Seid also geduldig und lasst euer Kind einfach wissen, dass ihr für es da seid, sollte es euch brauchen.

  • Nehmt euer Kind ernst:
    Leere Phrasen und Sprüche wie „Die Zeit heilt alle Wunden“ und gut gemeint Ratschläge wie „Das wird schon wieder“ sind an dieser Stelle ziemlich überflüssig. Damit gebt Ihr eurem Kind nur das Gefühl, dass ihr es nicht ernst nehmt und verschlimmert die Situation am Ende noch.

  • Seht es als Ausnahmensituation:
    Akzeptiert die Launen und Gefühlsaubrüche eures Kindes und nehmt sie nicht persönlich – es wird nicht ewig so sein. Gebt eurem Kind Zeit, darüber hinweg zu kommen und geht ihm lieber aus dem Weg, wenn ihr merkt, dass ihr euch langsam genervt fühlt.

  • Bestärkt das Selbstwertgefühl:
    Zeigt eurem Kind, was ihr an ihm liebt, z. B. dass es attraktiv, intelligent und vor Allem liebenswert ist. Zurückweisung ist reines Gift für das Selbstbewusstsein, besonders in der Pubertät und dieser Situation.

  • Wärme statt Worte:
    Manchmal helfen Worte nicht mehr weiter, also gebt eurem Kind lieber mehr körperliche Wärme und Nähe – wenn es möchte.

  • Kleine Aufmerksamkeiten:
    Verwöhnt euer Kind ein wenig. Kocht sein Lieblingsessen, geht mal zusammen zu McDonalds oder schenkt ihm Kinotickets. Das heilt zwar kein gebrochenes Herz, aber hebt wenigstens kurzzeitig die Laune.

  • Redet über soziale Netzwerke:
    Sprecht mit eurem Kind über soziale Netzwerke, denn diese können bei Liebeskummer zum Minenfeld werden – überall finden sich Bilder der verflossenen Liebe. Ihr solltet jetzt auf keinen Fall ein Handy- oder Internetverbot aussprechen. Euer Kind sollte selbst entscheiden, ob es erstmal Abstand von Facebook und Co. nimmt oder Ex-Freund oder -Freundin blockiert.

  • Achtet auf Warnsignale:
    Jeder Liebeskummer ist eine Art kleine Depression, die im Normalfall nach einiger Zeit nachlässt. Deswegen behaltet euer Kind unbedingt im Auge. Sollte es nach ein paar Wochen nicht besser werden, zieht euer Kind sich immer mehr zurück, will nichts mehr essen oder fängt sogar an, sich selbst zu verletzen, solltet ihr psychologische Hilfe hinzuziehen. Für Erste Hilfe für Eltern und Kinder gibt es auch die Nummer gegen Kummer.


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