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Das Dazwischen-Geplapper und wie man eine andere Lösung finden kann

dazwischengeplapper

„Die Erwachsenen unterhalten sich.“ Oder „Du hörst doch, dass Papa gerade etwas erzählt.“ Oder „Jetzt nicht, ich will wenigstens noch meinen Satz beenden.“ So oder ähnlich ist es bei tausenden von Unterhaltungen. Gerade will man etwas sagen, dem Partner vom Tag erzählen, die Freundin trösten wenn die kleinen Kinderstimmen dazwischen plappern und mit ihrem anhaltenden „Papi! Mami“ jeglichen Gesprächsfaden zerreißen.

Und obwohl man geduldig dem Kind erklärt, dass es gleich dran ist und man noch kurz ausreden will, schreit es dennoch. Zumeist mit einem „Aber“ am Satzanfang. „Aber, ich muss Dir unbedingt was sagen. Aber ich will doch nur… Aber…“

Auch wenn man genervt aufgibt, die Augen verdreht oder sich schnaufend und seufzend dem Nachwuchs widmet, schön ist es nicht. Nicht für die Erwachsenen und nicht für die Kinder. Denn: Für die Kids ist es keine leichte Aufgabe zu entscheiden, wann es in Ordnung ist, eine Person zu unterbrechen und wann nicht. Kinder müssen lernen Situationen richtig einzuschätzen. Wann darf ich sagen, dass ich Hunger habe, dass die Blume verblüht ist, dass ich Pullern muss, dass das Haus brennt?

Zudem ist Geduld eine schwierige Angelegenheit. Erst recht nicht, wenn man die Zeit an sich noch gar nicht richtig einschätzen kann. Bloggerin Kate hat für dieses Problem eine Lösung gefunden:

Ich unterhielt mich eines Tages mit einer Freundin, als ihr 3-jähriger Sohn etwas sagen wollte. Anstatt sie jedoch zu unterbrechen, legte er ihr nur die Hand auf das Handgelenk und wartete. Meine Freundin legte ihre Hand auf seine, um ihm zu zeigen, dass sie es bemerkt hatte und wir sprachen dabei ganz normal weiter. Nachdem sie zu Ende gesprochen hatte, drehte sie sich zu ihm. Ich war begeistert! So einfach. So einfühlsam. So respektvoll für beide, das Kind und den Erwachsenen. Ihr Sohn musste nur wenige Sekunden warten, bis meine Freundin ihren Satz beendet hatte. Dann gab sie ihm ihre komplette Aufmerksamkeit.

Auch Kate probierte diese Technik und erklärte ihren Kids Jack und Sarah, dass sie von nun an immer ihr Handgelenk umfassen sollen, wenn sie ihrer Mama etwas sagen wollen, während diese gerade mit einer anderen Person im Gespräch ist. Und sie versprach, dass sie ihren Kindern andererseits mit ihrer Hand ein Zeichen geben würde, dass sie die Geste bemerkt hat, um nach Vollendung ihres Satzes ihren Kindern aufmerksam zuzuhören. Erstaunlich, aber es klappte wirklich. Die Kinder fühlen sich ernst genommen und verstanden. Die Eltern dürfen aussprechen. Und dann ergibt sich zeitnah ein Moment, wo man wieder komplett für das Kind da ist – ohne Schreien, Weinen, tausend Unterbrechungen und genervtes Augenrollen.

Einen Versuch ist es wert!


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