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Familie und Leben

Darf man und kann man? Adoption – Teil 2

Adoptionsvoraussetzungen in der Theorie – hier die wesentlichsten Fakten bei der Adoption:

  • Adoptieren dürfen Paare und Alleinstehende

  • Bei unverheirateten Paaren darf nur einer der Partner das Kind adoptieren

  • Gleichgeschlechtlichen Paaren ist die Adoption nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt

 
D.h. eigentlich ist die gemeinschaftliche Adoption in Deutschland nicht erlaubt – ABER: hat ein gleichgeschlechtlicher Partner bereits ein leibliches Kind, so kann der andere dies ohne weiteres adoptieren. Voraussetzung für die Stiefkindadoption ist, dass das Paar in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt und dass der leibliche Elternteil das alleinige Sorgerecht besitzt.
Auch Adoptionen im Ausland sind möglich, denn das dortige Recht muss hier anerkannt werden.

 

  • Mindestens ein Partner muss 25 Jahre alt sein, der andere Partner muss mindestens 21 Jahre alt sein

  • Eine obere Altersgrenze gibt es nicht, allerdings wird 40 Jahre als Grenze empfohlen

  • Die leiblichen Eltern müssen beide in die Adoption einwilligen

Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele weitere Voraussetzungen, die die Adoptionsstelle der Jugendämter prüft. So wird sehr umfassend geprüft, ob das Kind in einem stabilen Umfeld aufwachsen wird. Diese Prüfung bedeutet, alles offen zu legen. Profan nötig ist dazu: Geburts- und Heiratsurkunde, polizeiliches Führungszeugnis und Gesundheitszeugnis. Regelmäßige Einkünfte müssen nachweisbar sein und das Zuhause muss genügend Platz für ein Kind und ein Kinderzimmer bieten. In der Regel sollte man sich auf eine Prüfzeit von 6 – 12 Monaten einstellen. Wird man als Bewerber für die Adoption in Deutschland anerkannt, wird ein Bericht verfasst. Und… die Wartezeit beginnt.

Auch bei Adoptionen im Ausland gilt > alles zum Wohle des Kindes. Die leiblichen Eltern erteilen die Zustimmung, wenn das Baby acht Wochen alt ist (§1747). Die Einwilligung des Kindes selbst wird dann durch einen gesetzlichen Vertreter erklärt. Lediglich bei Kindern über 14 Jahren geben diese selbst ihr Einverständnis.

Zuallererst steht jedoch eine Adoptionspflegezeit – diese Zeit ist auf ein Jahr definiert bzw. länger. Hier gilt es zu beweisen, dass man als Eltern „taugt“ und alle Eignungen vorzuweisen hat. In dieser Zeit wird man als Pflegeeltern unterstützt. Ein Vormund übernimmt die gesetzliche Vertretung. Erst nach dieser Zeit und mit den optimalen Voraussetzungen wird durch das Familiengericht die Adoption anerkannt und beschlossen.

Aber: die leibliche Mutter darf innerhalb einer Frist ihr Baby zurück fordern. D.h. für die Adoptiveltern ist auch die Zeit mit Baby nicht unbelastet. Oft müssen sie Wochen- oder gar Jahrelang zittern, dass ihnen der kleine Mensch nicht mehr genommen wird.

Eine endgültige Entscheidung ist aber sowohl für die Seele der Eltern als auch für das Kind fundamental. Es fühlt sich anders an, wenn man bei jedem Klingeln, bei jedem Brief vom Jugendamt in Angst lebt oder ob man sich gemeinsam auf die Zukunft freut. Gerade die Kinder selbst brauchen das Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit. Wie sehr, sieht man vielleicht in diesem kleinen Film…

 

This will be my favorite video I ever share. This was the day we told our daughter that we were going to be able to adopt her (and her brother and sister)! She had been praying to be adopted and we found out on her birthday that it was going to happen! So the next day we gave her this surprise box! God's timing was perfect!Our kids spent 1,128 days in foster care, over 3 years. It is so hard on children to live in such uncertainty. Adoption is amazing and we want others to know that adopting older children and sibling groups can be the most beautiful adventure you could ever have! (I do not give permission for anyone to use this video for their own page, website etc. if people want to re-share this original post that is ok.)

Gepostet von Paige Zezulka am Freitag, 24. August 2018


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