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Familie und Leben

Bundesregierung im Gespräch mit 12-27Jährigen

Egal ob schnelles Internet in allen Regionen, bezahlbare Mieten, funktionierender Nahverkehr oder effektiver Klimaschutz – von Veränderungen auf allen Politikfeldern sind auch die jungen Erwachsenen betroffen. Jedoch oft anders als andere Altersgruppen. Darum wurde von der Bundesregierung folgender Entschluss gefasst:

Im Dezember des vergangenen Jahres wurde von allen Ministerien zusammen mit jungen Menschen eine Jugendstrategie für die Bundesregierung entwickelt.
 

Fokus

Ihr Fokus liegt auf der Sensibilisierung jugendpolitischer Belange von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 27 Jahren. Ihr Anteil liegt deutschlandweit aktuell bei 14 Millionen bzw. 17 Prozent der Gesamtbevölkerung. Laut Statistiken soll dieser Anteil bis 2030 auf 15,3 Prozent zurückgehen – das entspricht nur noch 12,7 Millionen.
 

Eigenständige Lebensphase

Die Strategie basiert auf der Überzeugung, dass die Jugend eine eigenständige Lebensphase mit speziellen Herausforderungen ist, die in der Politik besondere Aufmerksamkeit benötigt. Ziel ist es, die junge Generation an allen Entscheidungen zu beteiligen, die sie betreffen und sie bestmöglich bei den Herausforderungen ihrer Lebensphase zu unterstützen.Es wurden neun Themenbereiche definiert, welche die Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche verbessern und ausbauen soll und damit helfen soll, die Jugendpolitik als Querschnittsaufgabe begreiflich zu machen.
 

Handlungsfelder

Die Punkte, die in der Strategie angesprochen wurden, richten sich entweder direkt an junge Menschen oder verbessern die Rahmenbedingungen für eine jugendgerechte Gesellschaft. Dabei geht es nicht nur um schon bestehende und bereits laufende Ansätze, sondern mehr um jugendspezifische Maßnahmen, die entweder neu angegangen oder weiterentwickelt werden.
 

Die Themen

 

  • 01Zukunft, Generationendialog & Jugendbilder
  • 02Beteiligung, Engagement & Demokratie
  • 03Stadt & Land, Wohnen & Kultur
  • 04Vielfalt & Teilhabe
  • 05Bildung, Arbeit & Freiräume
  • 06Mobilität & Digitales
  • 07Umwelt
  • 08Gesundheit
  • 09Europa & die Welt

 
Zu diesen Ansätzen gehören auch andere Themen wie Förderung und Stärkung von Kinder- und Jugendparlamenten, Planspiele für den ländlichen Raum, oder auch die Entwicklung eines Verkehrssicherheitsprogramms für junge Radfahrer.
 

Experten in eigener Sache

Die Regierung will die Jugendlichen nicht einfach übergehen, sondern sie intensiv einbinden. Und um zu wissen, welche politischen Bedürfnisse die jungen Menschen haben, gab es vor dem Beschließen der Jugendstrategie zahlreiche Möglichkeiten der Beteiligung. Zum Beispiel konnten sie ihre Interessen bei den Jugendpolitiktagen im Mai 2019 mit der Bundesjugendministerin Giffey diskutieren und Impulse geben, oder sich bei Audits und Online-Konsultationen in die Konzeption einbringen.

Auch bei der Weiterentwicklung der Strategie sind die Jugendlichen als Experten in eigener Sache von großer Bedeutung, denn die Jugendpolitiktage und die mit Kanzlerin Merkel diskutierte Jugendstrategie waren nur der Auftakt.
 

Wie kann man sich zukünftig einbringen?

Nach den Jugendpolitiktagen wurden 115 Jugendliche ins Kanzleramt eingeladen und zusammen mit Kanzlerin Merkel und Bundesjugendministerin Giffey wurde die Jugendstrategie offen besprochen und festgelegt. Dabei ist den jungen Erwachsenen die Umwelt- und Klimapolitik sehr wichtig gewesen, wobei das Interesse darüber hinaus natürlich in sämtlichen Politikfeldern besteht.

Kanzlerin Merkel und Ministerin Giffey betonen, dass die aktuelle Jugendstrategie nur ein „Startschuss“ war. So kündigte Merkel eine Jugendkonferenz an und Giffey ein Programm „Kinder- und Jugendparlamente“.
 

Boxt euch durch und lasst euch nicht unterkriegen. Wir sind bereit zum Dialog.

 
ermutigt Kanzlerin Merkel die Jugendlichen, sich weiter einzubringen.
Darüber freuen sich die bei der Diskussion beteiligten Jugendlichen natürlich, sind aber trotzdem vorsichtig – Eric, 18:
 

Wir werden Frau Merkel und Frau Giffey auf die Finger gucken. Die Jugendstrategie darf ja nicht nur ein Stück Papier sein.


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