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Die bittere Realität für Väter

Die bittere Realität für Väter

Für viele Väter, die jahrelang Unterhalt für ihr Kind gezahlt haben, kann mit einer einzigen Mitteilung plötzlich alles anders sein: Das Kind ist gar nicht das eigene. Selbstverständlich will der Scheinvater seinen Unterhalt der letzten Jahre vom echten Papa zurückgezahlt haben. Aber die Realität sieht ganz anders aus:  Der Scheinvater kann die Mutter nicht zwingen, den Namen vom eigentlichen Vater auszusprechen.  Und der Vater kann das Geld nur zurückfordern, wenn er den leiblichen Vater kennt. Gar nicht so einfach.

Die Mutter hat das Recht, den Namen des eigentlichen Vaters zu verschweigen, das beschloss das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Es sieht den Schutz der Intimsphäre der Mutter als wichtiger an, als den Rechtsanspruch des Scheinvaters. Die Position des betrogenen Vaters wird im Vergleich zu seiner Rechtsprechung in der Vergangenheit geschwächt.

Im November 2011 versuchte der Bundesgerichtshof die Gesetzeslücke zu schließen: Es wurde entschieden, dass die Väter einen auf “Treu und Glauben“ gestützten Auskunftsanspruch haben sollen. Es bestand kein Schutz der Privatsphäre, auf die sich die Mütter hätten berufen können. Die Rechtsfortbildung des BGH beschloss, den Scheinvätern einen Auskunftsanspruch zu gewähren, ginge laut Bundesverfassungsgericht zu weit. Zur Offenlegung des “Mehrverkehrs der Mutter“ gäbe es schlicht und einfach kein Gesetz.

Es ist die Aufgabe des Gesetzgebers, wie er beidseitige Interessen von Müttern und Scheinvätern zum Ausgleich bringt. Wichtig ist, dass in jedem Fall zwischen dem finanziellen Interesse und dem Grundrecht der Mutter abgewogen wird.

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