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Bitte nein! Spielzeuge, die es wirklich nicht braucht.

Natürlich will jeder seine Kinder strahlen sehen. Selbstverständlich. Aber nicht jeder Wunsch nach dem scheinbar überlebensnotwendigen Spielzeug muss erfüllt werden. Maßen statt Massen. Das bedeutet mitunter, manch Diskussion zu führen und manch Träne zu trocknen, wenn der heißgeliebte blinkende, singende Plastikmurks nicht mit nach Hause kommt.
Aber: Kinder werden auch durch Spielzeug nicht glücklich(er). Es ist zwar ermüdend (und schwer Großeltern, Tanten und Onkeln zu vermitteln), doch ein gemeinsamer Theaterbesuch, ein Fußballspiel, zusammen Buden bauen, gemeinsam den Kletterwald erkunden, zur Feuerwehr, zum Flughafen, zum Bahnhof fahren, auf den Rummel gehen, Kinder kochen, Kindersport etc. sind oft das schönste Geschenk.
„Je mehr Spielzeug ein Kind besitzt, desto weniger muss es seine Fantasie anregen, um eine Spielidee zu entwickeln. Viele Kinder von heute haben nie gelernt, kreativ zu spielen. Wenn immer ein großes Angebot an Spielsachen vorhanden ist, muss ein Kind einfach nicht kreativ sein, um spielen zu können.
Experten warnen schon seit langem davor: Je mehr Spielsachen ein Kind besitzt, desto eher wird es sich sogar langweilen und ist gar überfordert, etwas zu spielen. Das Kind kann sich zwischen all den Spielsachen einfach nicht entscheiden, was es spielen soll. Dazu kommt, dass Kinder, deren Kinderzimmer voller Spielsachen sind, oft auch ungeduldiger sind und Spiele nicht zu Ende spielen. Gerade bei Spielen, die ein wenig Ausdauer erfordern, brechen sie oft ab, denn sie haben ja genug Auswahl, was sie nun stattdessen machen könnten.“ (laut Mütterberatung.de)
Aber neben der Frage, wann zu viel wirklich zu viel ist, gibt es folgende Spielzeuge, die es weder für die Kids noch für die Eltern braucht….

1. Spielzeuge mit nervigen Geräuschen.

D.h. keine Feuerwehrautos mit 50 blinkenden Lichtern, die „FEUER, FEUER“ rufen und dann 30 Sekunden lang eine Sirene ertönen lassen, wenn Sie den Knopf auch noch so leicht berühren.

2. Spielzeuge mit Bewegungssensoren.

Hier gibt es zu bedenken, irgendwer bewegt sich immer – nicht nur das Kind. Eine besondere Freude, wenn der oder die Kleine eingeschlafen ist und man sich auf leisen Sohlen hinaus schleichen will.

3. Spielzeuge, die Teil eines Sets oder einer Sammlung sind.

Ihr Kind wird darauf bestehen jede verfügbare Ausführung, Farbe und jede Sonderedition zu bekommen – alle stark gebeutelten Eiskönigin-Eltern wissen genau wovon die Rede ist…..

4. Winzige Spielzeuge.

Der erste und wichtigste Punkt ist die Tatsache, dass ein Spielzeug umso mehr Schmerzen beim barfüßigen Drauftreten verursacht, je kleiner es ist. Sie sind im Dunkeln unmöglich zu sehen und daher auch schwer zu umgehen. Winzige Spielzeuge liegen entweder im Weg, sind einfach verschwunden oder landen im Mund Ihres Kindes. Deshalb gibt es die Zauberformel: Spielsachen sollten möglichst Handgroß sein.

5. Spielzeuge, die in viele kleine Teile zerlegt werden können.

Diese bereiten Eltern und Kindern großen Kummer. Es ist unmöglich, alle Teile sicher aufzubewahren und so das spätere Zusammensetzen zu ermöglichen. Außerdem, siehe Punkt 4, wenn es erst einmal tausend kleine Teile gibt.

6. Spielzeuge, die Waffen sind oder zu Waffen umfunktioniert werden können.

Einschließlich, aber nicht begrenzt auf: Trommelstöcke, harte Bälle, Holzklötze, Zuggleise, Puppen, denen man den Kopf abnehmen kann…

7. Spielzeuge mit Rädern, die Ihre Kinder nicht alleine bedienen können.

Hier sollte man sich klar sein, wenn das Kind noch nicht allein Dreirad, Roller oder Fahrrad fahren kann, braucht es einen Menschen, der es anschiebt, hält, der mitrennt…. Immer und immer wieder.

8. Kinderbücher mit schlechten Geschichten.

Aber mit sehr sehr vielen Seiten Ein Kinderbuch sollte auch den Vorlesenden gefallen. Die Geschichte muss schlüssig und sinnhaft sein. Vor dem Kauf steht also die Frage: erträgt man die Geschichte? Kann man sie wochenlang, immer und immer wieder vorlesen?

9.Spielzeuge, die zwar für Kinder sein sollen.

Aber unbedingt immer die Hilfe eines Erwachsenen brauchen d.h. Konstruktionen, die schon Vater und Mutter den Schweiß auf die Stirn treiben. Prinzessinenschlöser, die als Bastelanleitung in 39 Schritten aufzubauen sind. Winzige Kugelbahnen, die soviel Geschick benötigen, dass es unmöglich vom Kind bewältigt werden kann. All` dies ist frustrierend für das Kind und für die Eltern.

Das Spielzeug soll die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes fördern (nicht der Erwachsenen) und ein Erfolg sollte irgendwie möglich sein…. Deshalb: statt sein Kind mit Bergen an Spielsachen „zuzuschütten“ ist es wesentlich sinnvoller, darüber nachzudenken, welche Spielsachen wirklich einen „Mehrwert“ haben und wirklich auszuwählen.


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