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Babytragen und Tragetüchern- Was muss beachtet werden?

Babytragen und Tragetüchern- Was muss beachtet werden?

Beim Kauf einer Babytrage oder eines Tuches solltet Ihr Euch einige Frage stellen: Ist das Köpfchen meines Knirpses richtig und gut gestützt? Liegen die Beine in korrekter Position? Und wie sieht es eigentlich mit dem elterlichen Rücken aus? Wir verraten Euch mehr.

Geborgenheit und Nähe

Babys lieben es, direkt an Mamis oder Papis Brust eng gekuschelt zu sein. Es beruhigt die Knirpse, gibt ihnen Geborgenheit und Nähe. Egal ob zu Hause beim Aufräumen, unterwegs in der Stadt oder einem Sparziergang im Park: Wer sein Baby in der Trage oder einem Tuch trägt, hat die Hände frei und kommt unkompliziert voran. Welche Variante es letzten Endes sein soll, müsst Ihr ganz für Euch selbst entscheiden. Ein Tuch ist oft individuell und variabel tragbar und reicht meist für die gesamte Tragezeit aus. Eine Trage ist hingegen einfacher handhabbar.

Wichtiges Kriterium: Anhock-Spreizstellung

Vor dem Kauf solltet Ihr Euch von speziell ausgebildeten Trageberaterinnen umfassend beraten lassen. Kinderpsychotherapeutin Birgit Kienzle-Müller empfiehlt den Eltern auszuprobieren, welche Trage richtig sitzt, da jede Mutter und jeder Vater eine andere körperliche Konstitution mitbringt und mehr oder weniger zu Rückenschmerzen neigt. Außerdem ist die Wirbelsäule der Babys, beispielsweise je nach Alter, ganz unterschiedlich ausgebildet, so Kienzle-Müller. Sie rät davon ab, sich die Trage schenken zu lassen oder diese bereits vor der Geburt zu kaufen. Das Baby sollte in der sogenannten Anhock-Spreizstellung sitzen, das heißt, dass sich die Knie des Kindes über Po-Höhe befinden und leicht gespreizt sind. Trageberaterin Anke Zeinoun aus Hannover dazu:

„Das Wichtigste dabei ist, dass die Trage den gesamten Rücken des Kindes vom Po bis zum Nacken gut stützt und dass das Baby nicht vom Körper wegrutschen kann, wenn sich der Träger nach vorne beugt.“

Experten raten, genau aufzupassen, ob die Kopfstützen genügend Halt für sehr kleine Säuglinge geben. Beim Kauf solltet Ihr darauf achten, dass der Knirps gut sitzt, Schnallen und Knöpfe nirgendwo drücken und Gurte nirgends einschneiden- weder beim Nachwuchs noch bei Euch.

Rückenentlastung von Mama und Papa

Auch Euer Rücken soll so gut es geht entlastet werden. Die Trage solltet Ihr deshalb möglichst weit oben und dicht am Körper haben. Könnt Ihr dem Baby bequem auf den Kopf küssen, sitzt alles richtig. Zeinoun rät, wenn Eltern bereits Rückenprobleme haben, vor dem Kauf mit einem Arzt oder Physiotherapeuten zu sprechen.

 

Einige Modelle im Überblick:

Der Markt hat etliche Produkte zu bieten, die sich in ihrer Beschreibung ähneln. Ein Überblick soll Klarheit schaffen.

Cybex: Modell „My Go“: Sitzstütze für Neugeborene, größere Kinder können auch auf dem Rücken getragen werden

Manduca: Modell „Pure Cotton“ und Modelle der Firma Babybjörn: ab 5 Monate Babys mit Blick nach vorne getragen werden (Experten sehen dies allerdings kritisch: Im Zweifel den Kinderarzt fragen)

Manduca

Babybjörn

Ergobaby: unterschiedliche Tragen in unterschiedlichen Passformen und Designs, ein Modell lasse sich in vier Positionen tragen: auf dem Rücken, klassisch, vor der Brust mit Blick nach vorn und auf der Hüfte, außerdem ein Tragetuch mit im Programm

Hoppediz: Tragetücher lassen sich schon vorbinden vor dem hineinsetzen des Babys, ab 9 Kilo eignet sich ein gewebtes Tuch oder eine Trage

Jeder muss letzten Endes selbst ausprobieren, womit er besser zurechtkommt, sich wohlfühlt und seinem Knirps Geborgenheit schenkt…


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