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Babys resistent gegen HIV?

Genmanipulationen an Menschen gilt als ethisch bedenklich. In Deutschland, den USA und vielen anderen Ländern sind Manipulationen am menschlichen Erbgut deshalb verboten. Die Risiken sind kaum abschätzbar und Veränderungen können an nachfolgende Generationen weitergegeben werden – ohne die Folgen überblicken zu können. Jetzt sind aber laut einem chinesischen Wissenschafter erstmals genveränderte Babys zur Welt gekommen, zwei Mädchen mit den Namen Lulu und Nana.

Nach eigenen Angaben hat He Jiankui ihre Embryonen einer Genmanipulation unterzogen, d.h. die Mutter wollte, dass ihre Kinder gegen HIV resistent geboren werden.
 
Scharf kritisieren nicht nur andere Mütter diese Handlung und den Wunsch, auch der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats Peter Dabrock äußerte sich zu den Experimenten aus China:

“Bei den Experimenten handelt es sich um unverantwortliche Menschenversuche”, sagte er. “Ob es stimmt oder nicht, was der chinesische Forscher He behauptet: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind solche Versuche und auch Ankündigungen aufs Schärfste zu kritisieren. Die Neben- und Spätfolgen sind noch unabsehbar und schwer zu kontrollieren.”
 
Zum Hintergrund:

Gesucht wurden von den chinesischen Wissenschaftlern gezielt ungewollt kinderlose Paare, die aus gesunder Mutter und HIV-infiziertem Vater bestehen. Bei diesen wurden mittels künstlicher Befruchtung zahlreiche Embryonen geschaffen, deren Erbgut verändert wurde. Menschen ohne funktionales CCR5-Protein (hier fand die Veränderung statt) stecken sich nicht mit dem HIV-Virus an


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