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Die Außerklinische Geburt

Die Geburt ist und bleibt ein großes Thema. Man ist unsicher, hat Angst, tausend Fragen und möglicherweise ein wenig zu viel Fachliteratur gelesen. So oder so, es wird eine Herausforderung! Aber man darf als Frau und als Familie selbst entscheiden, wo und wie man das kleine Menschenkind in die Welt „befördert“. Wir haben  uns deshalb das Thema „Außerklinische Geburt“ genauer angesehen…

Gastbeitrag von Anja Constance aus Berlin, Hebamme und Mutter von drei Kindern

ZWISCHEN TRAUMA UND TRAUMGEBURT

Eigentlich wollte ich diesen Text nie schreiben, denn nichts liegt mir ferner, als Frauen Angst vor der Geburt zu machen. Doch mittlerweile glaube ich, dass ich es bereuen würde, das hier nicht irgendwann aufgeschrieben zu haben. Ich schreibe diesen Text tatsächlich in tiefer Angst um die zukünftigen Geburten von Frauen, auch die meiner Töchter. Denn sehr wahrscheinlich wird es für sie keine Alternative geben, all dem zu entgehen…

Denn letzte Woche sind erneut die Gebührenverhandlungen zwischen Hebammenverbänden und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen gescheitert. Hauptgrund ist, dass die gesetzlichen Krankenkassen Hausgeburten nicht mehr finanzieren wollen, wenn bestimmte Kriterien vorliegen, die allerdings jeglicher Evidenz entbehren. Zum Beispiel soll das Überschreiten des errechneten Geburtstermins oder eine Schmierblutung im letzten Trimenon ein Ausschlusskriterium sein – beides keine per se pathologischen Zustände, die ein Geburtsrisiko bedeuten.

Es scheint jedenfalls klar, wohin die Reise geht. Es geht hier nicht darum, Gefahren abzuwenden, sondern das Selbstbestimmungsrecht der Frauen massiv einzuschränken. Genauso wie dies durch die eklatant fortschreitende Schließung vieler kleinerer geburtshilflicher Abteilungen passiert. In manchen Regionen Deutschlands haben Frauen aufgrund weiter Anfahrtswege schon längst keine Wahl mehr bezüglich ihres Geburtsortes. Alle Weichen sind gestellt, dass die Wahl zwischen klinischer und außerklinischer Geburt zukünftig gar nicht mehr gestellt ist – wenn man sich nicht dazu entschließt, auf sämtliche Geburtshilfe zu verzichten und eine Alleingeburt anstrebt…

Angst und Zeitdruck dominieren

Während meiner Schwangerschaften mit unseren drei Kindern wurde ich oft gefragt, ob ich Angst hätte, ein Kind zu Hause oder im Geburtshaus zu bekommen. Nur wenige haben auf diese Frage eine ganz ehrliche Antwort von mir bekommen. Denn diese Antwort lautet: Ich hatte Angst, in die Klinik zu gehen. Zum Zeitpunkt der Geburt unseres ersten Kindes hatte ich bereits sechs Jahre beruflichen Einblick in den Kreißsaal und manches von dem, was ich da erlebt habe, hat mich bis heute nicht losgelassen.

Experten würden das wohl unter Trauma verbuchen. Natürlich gab es auch in der Klinik sehr schöne Geburten. Geburten, bei denen Frauen Zeit und Ruhe zum Gebären hatten. Begleitet von Hebammen und Ärzten, die Vertrauen in sie und in den physiologischen Rhythmus einer Geburt hatten. Meist dominierten aber Angst und Zeitdruck das Geschehen. Und Angst vor wirklichen Katastrophen, vor Klagen oder auch „nur“ von der Rechtfertigung in der morgendlichen Teambesprechung.

Auch ich habe Frauen mitten im guten Geburtsverlauf aus der Wanne “gezerrt”, weil der Oberarzt im Dienst war, der keine Wassergeburten mochte. Ich habe Frauen zum Kaiserschnitt vorbereitet, obwohl ich sehr sicher war, dass mit etwas mehr Zeit und Ruhe dieses Kind sicher spontan geboren werden kann. Ich habe Wehentröpfe angehängt, die der Beginn von Interventionskaskaden waren, die viel zu oft in einer operativen Geburt endeten.

Ich habe Geburtseinleitungen mit begleitet, für die es keinen wirklich medizinischen Grund gab, das Kind schon so früh auf die Welt zu schubsen. Ich habe das getan, was so viele Kolleginnen tagtäglich tun: Entscheidungen mitzutragen, die sie innerlich nicht vertreten können. Aber es gibt Leitlinien, Anordnungen von Ärzten, finanziellen Druck von der Krankenhausleitung. Viele Dinge, die die Geburt beeinflussen und vor denen wir die uns anvertrauten Frauen als Hebammen immer schwieriger beschützen können.

Würde und Selbstbestimmung

Hebammen und Ärzte brennen aus, kündigen oder passen sich dem System immer mehr an. Man muss seine Empathiefähigkeit zum Teil extrem weit runterdrosseln, um überhaupt zu ertragen, was man an Gewalt in der Geburtshilfe erlebt. Sonst kann man es nicht aushalten, wenn da an Kindern gezerrt, Frauen entmündigt werden oder auf Bäuchen so gedrückt wird, dass die Abdrücke der Hände noch im Wochenbett zu sehen sind. Das passiert alles nicht ständig und immer, aber es passiert so oft, dass man nicht sicher sein kann, dem zu entkommen. Deshalb war für mich klar, dass ich eine außerklinische Geburt wollte, um all dem möglichst zu entgehen.

Und auch Christian hatte Angst, denn schließlich habe ich all die furchtbaren erlebten Dinge nach dem Dienst bei ihm abgeladen. Manchmal waren es nur scheinbare Kleinigkeiten wie wieder viel zu wenig Zeit für die Geburtsbegleitung. Doch den ängstlichen Blick der wehenden Frau bei meinem Verlassen des Kreißsaals hatte ich auch noch lange nach Dienstende vor Augen.

Und dann kamen da all diese Geschichten von Frauen im Wochenbett, die versuchen, das Erlebte zu verarbeiten. Und ja, so ungern ich das schreibe, die Frauen, die eine gute Geburt erlebt haben, sind unter den von mir in den vergangenen Jahren betreuten deutlich in der Unterzahl. Gute Geburt heißt nicht, mit oder ohne PDA zu gebären, sondern eine Geburt zu erleben, bei der die Würde und die Selbstbestimmung der Frau gewahrt bleiben. Deshalb kann ich den Wunsch nach einem geplanten Kaiserschnitt sogar verstehen, denn viele Frauen haben bereits das Gegenteil erlebt.

Es ist leider davon auszugehen ist, dass circa jede vierte Frau schon einmal Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt war. Es ist also zusätzlich davon auszugehen, dass übergriffiges und unsensibles Verhalten unter der Geburt viele Frauen retraumatisieren könnte. Gerade die intime und an Grenzen bringende Erfahrung der Geburt braucht immer eine traumasensible Haltung der betreuenden Menschen. Denn ein Geburtstrauma birgt, neben alle dem Leid für die Mutter, außerdem ein hohes Risiko für negative Auswirkungen auf das Bonding und das Stillen. Der Kreißsaalalltag bietet aber oft nicht die Rahmenbedingungen dafür. Für jeden Eingriff und jede Untersuchung um Erlaubnis zu bitten, es kostet Zeit. Ebenso wie das Miteinbeziehen der Eltern in Entscheidungsprozesse. Der viel zu häufige vermeintliche Ausweg Kaiserschnitt wird zudem finanziell belohnt, was vielleicht dazu führt, dass diese Geburtsabteilung überhaupt weiter erhalten werden kann.

Es geht alle an

Ja, das ist ein düsteres Bild und ich wünschte, viele Hebammen und Mütter würden jetzt sagen, dass das traurige Einzelerfahrungen sind. Doch leider ist das nicht der Fall. Die Berichte von Kolleginnen und vor allem von den von uns begleiteten Frauen bestätigen das hier Geschriebene viel zu häufig. Natürlich gibt es auch einige Kliniken, die versuchen andere Wege zu gehen. Doch auch da scheitern immer wieder die besten Vorsätze an Personalmangel oder den Vorgaben der Führungsebene. Leitlinien, die Schwangerschaft und Geburt in ein enges Korsett zwängen, werden der Individualität, die jede Gebärende und jede Geburt mit sich bringt, oft nicht gerecht.

Wenn jetzt also noch in Deutschland die Wahloption Hausgeburt wegfällt, wird den Frauen wieder ein Stück mehr ihrer Selbstbestimmung genommen. Und das geht ALLE an, nicht nur den kleine Anteil von außerklinisch Gebärenden. Hausgeburtsfrauen sind keine Schwangeren, die die Sicherheit unter der Geburt gegen Kerzenschein eintauschen. Aber sie wollen sich häufig absichern gegen unnötige Interventionen und das Absprechen ihres Mitbestimmungsrechtes unter der Geburt. Sie wollen eine Hebamme, die sie verlässlich unter der Geburt begleitet und die zeitnah registriert, wenn das Normale ins Pathologische kippt und Maßnahmen notwendig werden. Es geht also in der Regel nicht darum, die Traumgeburt auf dem heimischen Sofa zu inszenieren, sondern darum, die Geburt nicht (erneut) zum Albtraum werden zu lassen.

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Zwei Möglichkeiten für Leipzig: Das Geburtshaus ins Leben und das vom Marienplatz

Eine Vorstellung:

Geburt ist Natur und Natur braucht Zeit – das Geburtshaus ins Leben

Von außen sieht es aus wie ein normales Wohnhaus in unmittelbarer Nachbarschaft der Thomasschule und des Parks. Nichts deutet darauf hin, dass die Hausnummer vier das erste Geburtshaus Leipzigs beherbergt, nichts, wenn man mal von den auffallend vielen runden Damen absieht, denen man auf der Straße und bei der Parkplatzsuche begegnen kann.

Hier arbeiten und leben Salam El Azami, ursprünglich im Libanon geboren und lange als Hebamme im Klinikum tätig, und ihre Tochter Rim Bitzer, die nach ihrer Ausbildung zur Hebamme 2002 die Idee zum ersten Geburtshaus hatte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Halle bereits drei Geburtshäuser, aber in Leipzig keinerlei Alternative zur klinischen Geburt. Offensichtlich mit viel Schwung, Überzeugungskraft und Tatendrang wurde 2003 in der Mutter-Tochter-Kombination das Haus eröffnet, das bereits beim ersten Eindruck so ganz anders ist als die üblichen Arztpraxen.

Dunkels Holz, viele, sehr viele Babybilder, ein Schuhschrank, Teppiche, ein wenig Schnickschnack. Beim Eintreten kommt man eher in ein Zuhause und das sollte es auch sein, so Salam El Azami: “Es ist viel persönlicher hier. Wir begleiten die Frauen über Monate und so ist die Beziehung eher wie bei Freundinnen und nicht wie beim Arzt.“ Ganz anders als in einer Klinik offensichtlich auch die Werte und Vorstellungen, die für die beiden Hebammen wegweisend sind.  Denn zu der eins- zu- eins Betreuung vor, während und nach der Schwangerschaft, zählt vor allem die Natur.

„Die Natur zuerst. Nichts provozieren. Wenn alles in Ordnung ist, so wenig wie möglich eingreifen.“ sagt Salam bestimmt und energisch.

Nach über zwanzig Jahren Klinikerfahrung weiß sie, dass nichts so stark ist wie die Natur und mit mehr Zeit und Geduld wären einige medizinische Eingriffe oder Kaiserschnitte ihrer Meinung nach völlig überflüssig gewesen.

„Wenn man durch einen Einfluss von außen eine Reaktion des Körpers provoziert, ist das immer schlecht. Der Körper macht am besten alles ganz von alleine.“ so ihre Worte. Aber das braucht Vertrauen. Vertrauen in sich als Frau und Vertrauen in die Hebamme. Ein Ort, wo sich die Schwangere wohl fühlt und die gemeinsame Zeit vor der Geburt helfen dabei. Aber natürlich sind dem Geburtshaus medizinische Grenzen gesetzt. Wenn Komplikationen absehbar sind oder Probleme während der Schwangerschaft auftreten, gibt es eine strikte Weiterleitung und die Klinik. Das kommt aber äußerst selten vor, versichern Salam und Rim, die inzwischen über tausend Kinder im Geburtshaus auf die Welt gebracht und sogar auch schon eine Beckenendlage erfolgreich gemeistert haben.

Dennoch ist ihnen bewusst, dass das Thema Geburt ein Art gesellschaftliches Problem ist. Niemand ist frei von den Einflüssen, von den Gruselgeschichten und von der vorherrschenden Meinung, dass aktuell nur mit einer Vielzahl von medizinischen Geräten und perfekter Ausstattung ein Kind geboren werden kann.  Vielleicht gibt es eine wirtschaftliche und eine moralische Sicht auf die Dinge, wichtig, dass man sich möglichst frei entscheidet.

„Es ist grad so als ob jede Frau ohne Arzt des Todes wäre.“ sagt Rim „Die Menschheit existiert seit Millionen von Jahren. Über sieben Milliarden Menschen leben inzwischen auf der Erde, da ist die Geburt ein gut funktionierendes System. Man kann und darf ihm trauen.“

So wünschen sich Salam und Rim für alle Frauen vor allem mehr Selbstbewusstsein und Bewusstsein für die eigene Freiheit. Sie können das Schicksal selbstbestimmt in die Hand nehmen und wählen, sowohl im Leben allgemein als auch bei der Geburt. Das Geburtshaus ist ein Angebot, dass jeder Frau zur Verfügung steht.

Infos zum Geburtshaus:

Die Zimmer befinden sich im Erdgeschoss des Hauses und verfügen über Bad und teils über Terrasse. Sie sind europäisch und orientalisch gestaltet.  Zudem steht ein Kurs, Gesprächs, und Untersuchungsraum zur Verfügung.

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Glückshormone mit geburtshilflichem Arbeiten – das Geburtshaus vom Marienplatz

Frau Scholz kommt schon mal ein Schmunzeln ins Gesicht, wenn sie von nächtlichen Anrufen berichtet und zumeist ein aufgeregter Herr sagt: „Wir denken es ist jetzt soweit…“  Sie versucht mehr über die Situation zu erfahren, um dann auch nachts das Haus zu verlassen und den werdenden Eltern beizustehen. Das ist ganz normal und selbstverständlich für die sympathische und offene Hebamme, die nunmehr vor 11 Jahren das Geburtshaus am Marienplatz mitgründete.

Ein Geburtshaus, das sich nach seinem Umzug in die Windmühlenstraße nun noch einmal ein neues zuhause suchen muss und ab 1.6.15 erst einmal im „Kleeblatt“ in der Max-Liebermann-Straße zu finden sein wird. Die 11 Hebammen, die sich zur gemeinsamen Arbeit zusammengefunden haben, die die Frauen unterstützen, Kurse betreuen und die Geburt begleiten sind in 2er oder 3er- Teams aufgeteilt. Sie sind ständig in Bereitschaft und wechseln sich für die werdenden Mamas ab. So sind es pro Team 4-7 Geburten im Monat, die betreut werden können. Allen gemein, ist der der Wunsch, dass die Frauen eine möglichst selbstbestimmte Geburt ohne äußere, medizinische Einflüsse und Druck erleben.

Frau Scholz begann bereits vor 20 Jahren, in der außerklinischen Geburtshilfe. Für sie ist klar, das meiste Wissen über die Geburt, alles, was ihr jetzt hilft, haben ihr vor allem die Eltern und Mütter selbst beigebracht. Frau Scholz kennt die Zweifler und ist oft mit den Fragen konfrontiert, ob und wie man denn in einem Geburtshaus sicher ein Kind gebären kann oder ob denn nicht die perfekte medizinische Ausstattung fehlt. Nach der schwierigen Geburt in einer Klinik sind viele Frauen skeptisch, dass eine außerklinische Geburt erfolgreich und problemlos verlaufen kann. Sehr zum Bedauern von Frau Scholz, ist dieser Anteil der Frauen, die in sich selbst Vertrauen haben und den Mut aufbringen, außerklinisch zu gebären, überschaubar.

„Wir leben in einer Gesellschaft, die nicht wahrhaben will, dass die Geburt immer auch ein Dazwischen von Leben und Tod ist. Es ist ein besonderer Prozess des Übergangs. Und die Natur hat ihre eigenen Regeln. So wie bei einer Fehlgeburt. Man darf und kann schwanger sein. Es darf und kann aber auch schief gehen. Aber es herrscht ein Das-Muss-Jetzt-Funktionieren-mit-dem-Kinderwunsch in den Köpfen der Eltern. Viel zu viel Druck lastet auf den Eltern und den Müttern, für die es dann eine persönliche Katastrophe ist.“

Denn wie unter anderem die Statistik des Pilotenprojektes des GKV- Spitzenverbandes, der Hebammenverbände und der QUAG e.V. aus dem Jahr 2011 (s.u.) bezeugt, ist die außerklinische Geburt eine ernstzunehmende, sehr positiv verlaufende und eher komplikationsarme Angelegenheit.

Natürlich sind aber auch der Arbeit im Geburtshaus oder bei einer Hausgeburt Grenzen gesetzt. Der Berufsverband handele hier sehr verantwortungsvoll. Hebammen haben eine große Verantwortung und sind an gesellschaftliche Normen gebunden. Bei entsprechenden Risiken werden die Eltern individuell aufgeklärt und ehrlich an das Klinikum weitergeleitet.

Frau Scholz vermisst die frühere Selbstverständlichkeit des Kinder-Bekommens, was nicht heißt, dass die Geburt kein außergewöhnliches Erlebnis ist. Das Gebären wird immer ein besonderes Ereignis sein mit besonderen Glücksgefühlen.

„Wenn ein kleiner Mensch die Welt erblickt, es Mutter und Kind gut geht und der Übergang ins Leben geschafft ist, dann nehmen auch alle Hebammen immer wieder eine große Portion des Glücksgefühls mit. „Das geburtshilfliche Arbeiten ist einfach das Herzstück jeder Hebamme. Es ist immer wieder ein Geschenk, mit dabei sein zu können.“

Ein Geschenk, das alle Hebammen im Haus trotz des bevorstehenden Umzugs und der Suche nach neuen Räumen nicht vergessen. Dies gibt ihnen Kraft und diese Kraft wünscht sich auch Frau Scholz für alle Frauen, wenn sie kurz und bündig als Wunsch für alle Schwangeren formuliert: Traut Euch!

Vielleicht hat ja jemand eine gute Idee? Gern geben wir die Eigenschaften der neuen Räume für das Geburtshaus weiter:

Ca.300 m2 Fläche, großer Flur, wo viele Kinderwagen Platz finden können, ein Kursraum, vom Kursleben entfernte Geburtsräume, Teeküche, gute Toilettenausstattung (3fach oder 4fach), tolerantes Umfeld, langfristige Bindung (gern übernehmen die Geburtshäuser auch notwendige Baumaßnahmen, wenn die Miete dafür erschwinglich ist)

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Manchmal ist die Sache mit der außerklinischen Geburt nicht nur eine Frage des Gefühls sondern auch eine Frage der Statistik und der Sicherheit. Deshalb nachfolgend eine einzigartige Erhebung:

PILOTPROJEKT

zum Vergleich klinischer Geburten im Bundesland Hessen mit außerklinischen Geburten in von Hebammen geleiteten Einrichtungen bundesweit. Berlin, 2011.

Initiatoren: GKV -Spitzenverband mit Unterstützung des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V., Verbände der Hebammen: Bund freiberuflichen Hebammen Deutschlands e.V.; DHV Deutscher Hebammenverband e.V.; Netzwerk der Geburtshäuser in Deutschland e.V., mit Unterstützung von QUAG e.V. (Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V.).

Link zur Studie direkt als PDF

Die QUAG e.V. „Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V.“, die von Hebammenverbänden getragen wird, führt seit 1999 jährliche Qualitätsuntersuchungen der außerklinischen Geburt durch. In einer Vergleichsstudie mit klinischen Datensätzen der Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen und den außerklinischen, der QUAG e.V. wird der Vergleich einer sektoren- und berufsgruppenübergreifenden Versorgungsqualität vorgenommen. Es handelt sich hierbei um eine Gegenüberstellung von außerklinischen und klinischen Geburten in Hessen von 2001-2002.

Die Vergleichsstudie zieht Rückschlüsse auf die Versorgungsqualitäten. Sie strebt die Erleichterung der freien Wahl des Geburtsortes von Frauen und natürlich bestmögliche Betreuungsergebnisse für die Frauen und ihrem ungeborenen und später neugeborenen Baby an.

Ziel:  Berücksichtigung der Alternativen zur Geburt in der Klinik

Ergebnisse:

Die Auswertungen zeigen, dass die geburtshilflichen Ergebnisse in von Hebammen geleiteten Einrichtungen (HgE) in Deutschland in einigen Ergebnisparametern mit der klinischen Geburt im Vergleich überzeugender sind.

LeipzigKids - Außerklinische Geburt - Studie

Die Außerklinische Geburt – LeipzigKids

 

 


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