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Aufklärung – Was man Kindern zu Fremden erzählen sollte

Aufklärung – was man Kindern zu Fremden erzählen sollte

Eine Horrorvorstellung: das Kind ist weg, einfach so. Eine Horrorvorstellung, die für 50.000 Familien jedes Jahr in Deutschland Realität wird.

Deshalb ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und mit dem Kind zu reden. Aber was soll man sagen, was ist wichtig? Hier eine kleiner Vorschlag mit den wichtigsten Tipps:

  • 0180% der Täter von sexueller Gewalt gegen Kinder kommt aus dem eigenen Familien- oder Bekanntenkreis. Vereinbart mit Euren Kindern deshalb am besten ein “Codewort” für den Fall, dass es von jemand anderen abgeholt werden muss. Wenn der “nette Onkel” eurem Kind also sagt, dass er es abholen soll, weil irgend etwas passiert ist, aber auf Nachfrage von eurem Kind das Codewort nicht nennen kann, darf es nicht mitgehen!
  • 02Sagt Eurem Kind, es darf Bekannte und Fremde nur mit “Sie” ansprechen und niemals mit “Du”, auch wenn es die Person kennt. Wenn Menschen auf der Strasse einen Mann sehen, der ein Kind an die Hand nehmen will und das Kind schreit: “Lass mich in Ruhe!”, denken die meisten, es ist nur ein Papa mit einem bockigen Kind. Wenn das Kind aber schreit: “Lassen Sie mich in Ruhe!” , weiss jeder, dass es für das Kind ein Fremder ist und irgendetwas nicht stimmt.
  • 03Wenn Menschen in der Nähe sind, sollte Euer Kind die Leute direkt um Hilfe ansprechen. Also nicht nur rufen: “Helft mir!”, sondern: “Sie in der grünen Jacke! Helfen Sie mir!” Diese Person steht nun in der Öffentlichkeit unter Zugzwang und muss handeln! Und wenn einer den Anfang macht, helfen die Anderen meist automatisch von alleine.
  • 04Ist Euer Kind schon im Auto eines Täters, ist Handeln angesagt! Wenn es auf den Beifahrersitz ist, was meistens der Fall ist, sollte Euer Kind das Handschuhfach öffnen. Meist sind dort wichtige Papiere, wie zum Beispiel Versicherungsunterlagen für das Auto aufbewahrt. Eurer Kind sollte versuchen diese Papiere aus dem Autofenster zu werfen. So können Außenstehende einerseits nachverfolgen wem das Auto gehört, andererseits wird der Entführer in den meisten Fällen sofort anhalten um die Papiere (da Beweismittel) wieder aufzusammeln: Eine große Chance für Euer Kind um zu fliehen!
  • 05Beschriftet Kleidungsstücke oder Schultasche nicht von außen sichtbar mit den Namen Eurer Kinder. Spricht ein Fremder Euer Kind mit Namen an, wird es annehmen, dass er seine Eltern kennt und leichter mitgehen.
  • 06Bringt Euren Kindern bei immer zwei Meter Abstand zu halten, wenn neben ihm ein Auto hält um beispielsweise nach dem Weg zu fragen. Niemals bis ans Fenster locken lassen!
  • 07Übt mit Euren Kindern Personen oder Fahrzeuge zu beschreiben, mit Alter, Größe, Aussehen einer Person bzw. Kennzeichen, Farbe und Fahrzeugmarke. Daraus kann man auch prima ein Spiel machen. Viele Entführer beobachten ihre Opfer lange vorher und so kann Euer Kind etwas Verdächtiges im Notfall besser beschreiben.
  • 08Eure Kinder sollten die Notfall-Rufnummer 110 kennen!

(Vaeter-seite.com)


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