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Familie und Leben

Aufklärung bitte

Nach unserem kurzen Ausflug in die Literatur möchten wir uns weiter mit der Aufklärung beschäftigen. Gegen die Sprachlosigkeit. Gegen das Stottern. Damit die Kids und Teens mit ihren Fragen und Sorgen nicht allein gelassen werden und zumindest etwas Sicherheit in einem sonst recht unsicheren Thema erlangen. Deshalb geht es generell darum, das Reale in einfachen Worten unkompliziert darzustellen.
 
Bereits mit zwei Jahren nehmen Kinder die körperlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau wahr. Im dritten Lebensjahr starten in der Regel die Warum-Fragen. Zunehmend werden dann auch die Themen Zeugung, Geburt und Sexualität interessant. Spätestens wenn ein Geschwisterchen kommt, fangen Kinder an zu fragen. Eine ungezwungen und und altersgemäße Antwort, sodass die Kinder es verstehen, wird von Experten empfohlen.
 
Am besten findet Aufklärung nebenbei statt und nicht als Lektion. Über spontane Fragen und Antworten wird das Kind schließlich auch über alle anderen Lebensbereiche aufgeklärt. Wenn die natürliche Neugier des Kindes auf diese Weise gestillt wird, wendet es sich auch später meist ohne Scheu an die Eltern. Als Faustregel gilt: Jedes Kind, das alt genug ist für eine Frage, ist auch reif genug für die Antwort.
 
Generell gilt:

  • Wenn ein Kind in die Schule kommt, sollte es wissen, woher die Babys kommen.

  • Gespräche über die Pubertät sollten stattfinden, bevor diese beginnt.

 
Körperliche Veränderungen und Gefühlschaos können schon vor dem zehnten Lebensjahr einsetzen, deshalb sollten Eltern ihre Kinder entsprechend früh auf die Pubertät vorbereiten und über die bevorstehenden Veränderungen aufklären.
Eine frühzeitige, natürliche und ungezwungene sexuelle Aufklärung vermittelt einem Kind ein positives Gefühl gegenüber seinem Körper. So aufgeklärte Kinder halten Sex und Liebe für eine ganz normale Sache, die zum Leben dazugehört.
 
Erklärungen dürfen laut Psychologin Helga Tolle deshalb folgendermaßen aussehen:

  • bei ganz kleinen Kindern reicht die Erklärung, dass ein Kind im Bauch heranwächst, wenn sich „Mama und Papa ganz lieb haben“

  • 4-5jährige haben die kognitive Entwicklung; ihnen kann man durchaus erklären, dass der Mann den Penis in die Scheide der Frau steckt

  • B 6-7jährigen ist eine weitere Differenzierung möglich, d.h. der Zusammenhang zwischen Samen und Eizelle


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