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Familie und Leben

Angst vor dem Einschlafen?

Ein weit verbreitetes Problem

Viele Eltern werden das kennen. Es ist Schlafenszeit, ihr bringt euer Kind ins Bett, sagt gute Nacht und nach einer kleinen Geschichte oder einem Lied verlasst ihr das Kinderzimmer. Doch keine fünf Minuten später steht euer Nachwuchs wieder in der Wohnzimmertür und hat Durst. Es wird ein letzten Glas Wasser getrunken und euer Kind wieder ins Bett geschickt. Einen Augenblick später muss es unbedingt nochmal auf Toilette und so geht es weiter, bis es vielleicht irgendwann gesteht, dass es Angst davor hat einzuschlafen.
 

Einfach für uns, schwer für sie

Die Angst vor dem Schlafengehen ist unter Kindern häufig verbreitet und hat nichts mit Rumbocken zu tun. Michael Schulte-Markwort erklärt dieses Verhalten wie folgt, wenn Kinder einschlafen sollen, dann ist dies keine entspannende Erfahrung für sie, wie für uns Erwachsene. Wir schlafen ruhig ein und verabschieden uns für eine Weile, in dem Wissen, dass die Welt am nächsten noch genauso ist, wie wir sie am Abend zuvor zurückgelassen haben. Bei Kindern ist das anders. Besonders Kleinkindern fehlt es noch an dem nötigen Verständnis für das Vergehen von Zeit. Sie wissen nicht, ob sie am nächsten Morgen wieder Mama und Papa sehen können. Es fühlt sich für sie viel absoluter an.
 

Ursachenforschung statt Konsequenzen

Zwingt man sie dann zum Einschlafen und droht mit Konsequenzen, hilft ihnen dies nicht, im Gegenteil. Da man sie ja dazu zwingen muss, scheint es keine angenehme Sache zu sein schlafen zu gehen. Besser sei es, sich mit dem Kind hinzusetzen und nach der Ursache für die Angst vor dem Schlaf zu suchen. Dabei ist es unbedingt nötig, dem Nachwuchs zu vertrauen und ihm keinen Manipulationsversuch vorzuwerfen. Diese Haltung bekommen Kinder durchaus mit und führt nur zu Misstrauen ihrer Seite.
 
Begegnet ihnen mit Respekt und auf Augenhöhe, dann bekommt ihr den Respekt auch zurück. Denn in dem Moment ist das Problem des Kindes genauso wichtig und schlimm für es, wie eure wichtigen Probleme für euch.
Die Erfolgsformel des Kinder- und Jugendpsychiaters lautet: Erwachsene sollten Kindern gegenüber authentisch und verlässlich sein.


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