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Familie und Leben

Alte Schwindelziege

Klar, das haben wir alle auch gemacht.

Bei manchen Dingen versucht man sich einfach durchzuschummeln, aber wie sollen Väter und Mütter reagieren, wenn der kleine Sonnenschein ihnen einfach dreist ins Gesicht schwindelt? Und ab wann wird’s schlimm?
Experten zumindest sind sich einig: Lügt ein Kind, ist es in erster Linie kein Weltuntergang. Es gehört zu ihrer Enwicklung dazu und ist ein normaler Prozess. Sobald sie etwa im Vorschulalter sind und erfahren haben, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Strategisches Denken ist dabei die Voraussetzung zum bewussten Lügen.

Kinder probieren sich hin und wieder an Notlügen, wenn es ihnen „angenehmer“ erscheint, als die Wahrheit zu sagen. (Nein, ich habe die Wand nicht angemalt… der Schokoriegel war vorhin auch schon nicht mehr da… die Überschwemmung im Bad und die verstopfte Toilette war ich nicht)
 

Aber was tun?

Ist man als Eltern selbst schuld? Völliger Unsinn, meinen Experten. Die Schuldfrage bringt hier gar nichts. Besser: dem Kind eine Art Vorschussvertrauen geben.

Dennoch gibt es Situationen, wo man das Kind direkt beim Schwindeln erwischt, so zusagen mit dem Stift in der Hand oder mit der Schokoschnute… Dann raten Experten, das Kind (möglichst verständnisvoll) nach dem WARUM zu befragen. Antwortet das Kind daraufhin offen und ehrlich, sollte es für seine Ehrlichkeit belohnt werden. So wird es darin bestärkt, die Wahrheit zu sagen und lernt, sich nicht vor ihr (bzw. der Reaktion darauf) zu fürchten. Als Elternteil sollte man immer daran denken, dass vor allem Kinder es nicht böse meinen, wenn sie schummeln. Aber hinter jeder Lüge steckt eine Ursache – sei es Angst und Not bei Kindern oder Faulheit und Rebellion (etwa gegen strenge Regeln) bei Jugendlichen. Auch Scham oder ein geringeres Selbstbewusstsein können Gründe fürs Lügen sein.
 

Wichtig:

Dem Kind immer wieder sagen, dass es zu den Eltern kommen kann, denn so wird die Vertrauensbeziehung gestärkt d.h. O-Ton: „Wenn du etwas ausgefressen hast, kannst du damit immer zu uns kommen. Auch wenn ich erst verärgert bin, finden wir gemeinsam eine Lösung.“


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