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Aggressionen trotz gesellschaftlichem Tabu notwendig für Kinder

Brave, liebe Kinder. Wäre das nicht ein Traum? Kein Rumgeschreie, kein um sich Schlagen und auch kein Trotz. In unserer heutigen Gesellschaft ist aggressives Verhalten nirgends gerne gesehen, doch dass es möglicherweise nicht komplett schlecht ist und sogar einen wichtigen Aspekt der kindlichen Entwicklung darstellt, daran denkt niemand.

… Bis auf Jasper Juul! Der dänische Familientherapeut und Autor widmet sich in seinem neusten Buch „Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist“ genau diesem Thema.

Hier nimmt Juul zu allererst das oben erwähnte Aggressionstabu in unserer Gesellschaft unter die Lupe und stellt schon bald klar, dass dies für ein andauerndes, friedliches Miteinander nicht funktioniere. Aggression gehöre schließlich, genau wie Liebe oder Sexualität, zum Leben dazu und würde nicht durch Ignoranz oder Unterdrückung gelöst. Eltern, Erzieher und auch Lehrer müssten lernen, dieses starke Gefühl bei Kindern zuzulassen, ohne diese direkt als unartig abzustempeln, denn dieses kindliche Verhalten sei kein Akt von bösem Willen, sondern, so der Autor, ein Hilferuf durch den ein Kind signalisieren wolle, dass es mit der vorherrschenden Situation überfordert sei und somit verunsichert, wie es sich verhalten solle.

So sollten Eltern lieber konstruktive Grenzen ziehen und dann ihrem Sprössling verständlich machen, dass sie nicht wüssten, weshalb er wütend sei und ihm helfen dieser Wut auf den Grund zu gehen. So wäre allen geholfen und der Nachwuchs würde den richtigen Umgang mit Aggression lernen.

Alles in Allem stellt Jesper Juuls Buch ein elternunterstützendes und zum Teil erleuchtendes Buch in Sachen Erziehungshilfe dar. Nicht nur für den richtigen Umgang mit Kindern, sondern auch für die ein oder andere Selbstreflektion lernbereiter Eltern.


Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist


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