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11 Milliarden für deutsche Schulen – nicht mehr als ein Fliegensch….

Ja, es klingt wirklich gut, aber 11 Milliarden Euro, die nach so vielen Jahren endlich zur Modernisierung von Schulen zur Verfügung gestellt werden, sind bei dem Bedarf lediglich ein Fliegenschiss (Verzeihung). Denn viele Einrichtungen haben ganz grundlegende Probleme, die bereits bei den Toiletten für die Kids anfangen. Alles ist marode, überholt, es bröselt von den Wänden, regnet durchs Dach und die Waschräume ähneln sehr schlechten Bahnhofseinrichtungen vor fünfunzwanzig Jahren. Da sind ein schnelleres Internet oder digitale Unterrichtstafeln einfach nicht das Hauptproblem. Aber genau dafür soll das Geld investiert werden.

Wie dringend und notwendig die Basics sind, zeigt ein Projekt in Nordrhein-Westfalen, welches “Gute Schule 2020” heißt, aber spöttisch “Gute Toilette 2020” genannt wird. Zwei Milliarden Euro gingen an die Schulen. Aber wegen den dringenden Grundbedürfnissen wurden erst einmal die Toiletten saniert und nicht die Klassenräume digital aufgefrischt. In der Tat ein gravierendes Problem, denn Kinder müssen in ihrer Schulzeit nun einmal auf die Toilette gehen – scheinbar hat die Politik dies nicht berücksichtigt…. vielleicht würde eine Schulklotour für die Politiker genügen, um den riesigen Bedarf zu sehen.

Kohle und Klo – einige Beispiele:

Stadt Neuss: 2,1 Millionen Euro für die Sanierung der Toiletten
Essen wird 6,5 Millionen Euro für Sanierung oder Neubau von Schultoiletten einsetzen.
Bonn und Herne müssen jeweils 750.000 Euro die Schultoiletten-Sanierung stecken
Mönchengladbach braucht 500.00 Euro
Berlin schlägt mit 2 Mill Euro zu buche
Thüringen hat dafür 7,5 Mill Euro zur Verfügung

Das Geld reicht nach so vielen Jahren des Nichtstuns also nicht einmal für das Nötigste. Das hört sich makaber an. Ist es aber nicht. Denn die Kinder wollen nicht auf stinkende, marode, ekelhafte Toiletten – Lehrer noch weniger. Die Idee der Schüler, so wenig wie möglich zu Trinken, um nicht Gefahr zu laufen, die Örtlichkeiten aufsuchen zu müssen, kann keine Lösung sein…

Um die Situation zu ändern, gibt es in verschiedenen Bundesländern bereits Unterschriftenaktionen, die den Bürgermeistern der Städte übergeben wurde. Denn: nur Kinder, die trinken und sich nicht zu Tode ekeln, können sich entspannt und beruhigt den wirklich wichtigen Dingen wie dem Lernen widmen.